Licht am Auto ist dazu da, dass du siehst und dass man dich sieht, oft in dieser zweiten Rolle noch mehr. Du lernst, Tagfahrlicht, Abblendlicht, Fernlicht und die Nebelschlussleuchte auseinanderzuhalten. Zuerst gehst du einmal um das Auto und prüfst, ob vorn und hinten wirklich Lampen brennen, nicht nur das helle Band am Tag.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Abblendlicht bei Dämmerung, Dunkelheit und wenn die Sicht es verlangt, auch im Tunnel.
- Tagfahrlicht ersetzt das Abblendlicht nicht. Hinten bleibt das Auto dabei oft dunkel.
- Fernlicht aus, sobald Gegenverkehr kommt oder du jemanden einholst. Die blaue Leuchte erinnert dich.
- Nebelschlussleuchte nur bei stark eingeschränkter Sicht, und wieder aus, sobald es aufklart.
- Eine defekte Lampe lässt dich wie ein einäugiges Fahrzeug aussehen. Zeitnah ersetzen, nicht erst zur nächsten Prüfung.
Inhalt
- Wann welches Licht trägt
- So schaltest du situationsgerecht
- Häufige Fehler
- Tipp aus der Fahrausbildung
- Häufige Fragen
Wann welches Licht trägt
Zwischen hell und dunkel gibt es die Stunde, in der du selbst noch alles siehst und für andere schon ein graues Auto bist. Dann ist Abblendlicht dran, nicht die Hoffnung, dass das Tagfahrlicht reicht. Viele Autos schalten tagsüber nur vorn ein. Die Rückleuchten bleiben aus, der Hintermann sieht dich im Schauer zu spät. Sobald Regen, Schneematsch oder Gischt die Sicht nehmen, schaltest du auf Abblendlicht, auch am Tag. Im Tunnel gilt dasselbe, auch wenn draußen die Sonne steht. Ein Automatiklicht, das erst bei Dunkelheit umschaltet, erkennt den Tunneleingang manchmal zu spät. Du prüfst das an deinem Schalter.
Fernlicht ist für freie, unbeleuchtete Strecken. Es blendet Entgegenkommende und den, den du einholst, auch über seine Spiegel. Abblenden, bevor der andere die Augen zusammenkneift. Die Nebelschlussleuchte hinten ist ein Sonderwerkzeug für Nebel oder dichten Schneefall mit stark eingeschränkter Sicht, nicht für einen normalen Regenschauer. Ab welcher Sichtweite sie zulässig ist, steht in der aktuellen Straßenverkehrs-Ordnung. Vordere Nebelscheinwerfer, falls vorhanden, haben eine eigene, oft weitere Freigabe bei Regen, Nebel oder Schnee. Die Anleitung und der Schalter zeigen, was dein Auto wirklich hat. Ein Lichtautomat und ein Fernlichtassistent nehmen dir die Verantwortung nicht ab, wenn sie zu lange auf Fernlicht bleiben. Welche Folge ein falsches Licht hat, nennt der aktuelle Bußgeldkatalog. Den Umgang übst du in der Führerscheinklasse B.
So schaltest du situationsgerecht
1. Eine Runde Lichtkontrolle
Vor der Fahrt, besonders im Winter: Abblendlicht an, um das Auto gehen. Zwei Scheinwerfer, beide Rückleuchten, Kennzeichenleuchte, Blinker links und rechts. Ein Ausfall auf einer Seite lässt andere dein Auto falsch einschätzen. Verschmutzte Scheinwerfer wischt du ab, Schnee runter. Die Kontrolle dauert kürzer als die Diskussion später an der Ampel.
2. Den Schalter bewusst setzen
Stelle auf Abblendlicht, wenn die Sicht es verlangt, statt auf der Automatikstellung zu hoffen. Die grüne oder entsprechende Kontrollleuchte für das Fahrlicht muss zum Bild passen, das du außen gesehen hast. Tagfahrlicht erkennst du oft daran, dass hinten nichts brennt. Dann ist es für Regen und Tunnel der falsche Zustand.
3. Fernlicht nur auf freier Strecke
Schalte es ein, wenn die Straße dunkel und leer ist. Kommt Licht entgegen oder siehst du Rückleuchten vor dir, zurück auf Abblendlicht. Eine kurze Lichthupe ist ein Hinweis, kein Dauerfernlicht im Nacken des Vordermanns. In Ortschaften mit Beleuchtung brauchst du das Fernlicht nicht. Die blaue Leuchte im Tacho ist dein Signal, dass du noch auf Fernlicht stehst.
4. Nebel dazu, und wieder weg
Die Nebelschlussleuchte schaltest du nur bei der stark eingeschränkten Sicht, die die Regel meint, und du schaltest sie aus, sobald du wieder Bremslichter in normalem Abstand erkennst. Hinter dir blendet sie sonst stärker als sie nützt. Vordere Nebelscheinwerfer ebenfalls zurücknehmen, wenn der Nebel vorbei ist. Nach der Ausfahrt aus dem Nebelfeld einmal bewusst auf den Schalter schauen, nicht erst in der nächsten Ortschaft.
Häufige Fehler
Im Regen nur mit Tagfahrlicht fahren. Hinten bist du dunkel, die Gischt schluckt den Rest. Richtig ist Abblendlicht, damit auch die Rückleuchten brennen.
Fernlicht anlassen, weil der Assistent schon schalten wird. Er erkennt ein Fahrrad oder eine Kuppe nicht zuverlässig. Richtig ist, selbst abzublenden, sobald du Licht oder eine Ortschaft siehst.
Die Nebelschlussleuchte bei jedem Nieselregen einzuschalten. Der Hintermann sieht vor allem Rot und schlecht deine Bremse. Richtig ist, sie der starken Sichteinschränkung vorzubehalten und danach auszumachen.
Mit einer defekten Seite weiterfahren, weil die andere Lampe noch hell ist. Du wirst zur Hälfte gelesen. Richtig ist, die Lampe bald zu ersetzen und bis dahin besonders deutlich zu fahren, nicht die Nachtstrecke anzutreten.
Tipp aus der Fahrausbildung
Wir unterscheiden drei Fragen, die nicht dieselbe Antwort haben: Sehe ich die Straße, sehen mich die anderen von vorn, sehen mich die anderen von hinten? Tagfahrlicht beantwortet oft nur die mittlere. In der Fahrstunde lassen wir einmal hinten nachschauen, während vorn das Tagfahrlicht leuchtet. Wer den dunklen Stoßfänger gesehen hat, verwechselt die Stellungen danach seltener.
Häufige Fragen
Reicht das automatische Licht?
Nur wenn es in deinem Auto bei Regen und im Tunnel wirklich auf Abblendlicht wechselt und die Rückleuchten mitnimmt. Das prüfst du einmal bewusst, nicht erst in der Einfahrt. Die Anleitung beschreibt, was die Automatikstellung kann und was nicht.
Wann darf ich die Nebelschlussleuchte einschalten?
Bei stark eingeschränkter Sicht durch Nebel oder Schnee, nicht als zusätzliche Helligkeit bei klarem Abend. Die Sichtweite, ab der das gilt, steht in der aktuellen Straßenverkehrs-Ordnung. Sobald die Sicht zurück ist, schaltest du sie aus.
Blendet mich jemand mit Fernlicht. Darf ich zurückblenden?
Kurzes Aufblenden kann den anderen erinnern. Dauerfernlicht als Antwort blendet ihn stärker und nimmt dir selbst die Sicht. Du blickst an den rechten Fahrbahnrand, nicht in den Scheinwerfer, und hältst deine Linie.
Was ist Standlicht?
Ein Park- und Begrenzungslicht, kein Licht zum Fahren. Damit fährst du nicht durch die Nacht. Ob du ein abgestelltes Auto außerorts zusätzlich beleuchten musst, hängt von der Straße und der aktuellen Regel ab. Die Anleitung zeigt den Schalter, das Fahrlicht bleibt Abblendlicht.
Muss ich die Scheinwerfer einstellen lassen?
Wenn das Auto nur noch den Boden unmittelbar vor der Stoßstange oder die Baumkronen anstrahlt, stimmt die Einstellung nicht. Beladung verändert die Höhe zusätzlich. Viele Autos haben dafür eine Leuchtweitenregelung im Cockpit. Die Grundstellung gehört in die Werkstatt, nicht in ein Selbstjustieren an der Schraube.
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Redaktion JP Fahrschule. Stand: 15. Oktober 2026. Der Text beschreibt den üblichen Ablauf in der Fahrausbildung und ersetzt nicht die Bedienungsanleitung deines Fahrzeugs oder den aktuellen Gesetzestext. Eine namentliche Freigabe durch einen Fahrlehrer ist für diese Fassung noch offen.







