Ein Lernplan für die Theorieprüfung verteilt den Fragenkatalog auf viele kurze Einheiten, statt ihn am Vorabend in einem Rutsch zu klicken. Du brauchst ihn, sobald der Theorieunterricht läuft und der Prüfungstermin näher rückt. Schau zuerst, ob du den aktuellen amtlichen Katalog hast und ob Grundstoff und der Zusatz der Klasse B beide in deinem Plan stehen.
Bei der Klasse B sind es im üblichen Ersterwerb 30 Fragen. Bestanden ist, wer höchstens 10 Fehlerpunkte hat und nicht zwei Fragen mit der Wertigkeit 5 falsch beantwortet. Dein Plan zielt auf stabile Probebogen, nicht auf einen einzelnen Glückslauf.
Auf einen Blick
- Aktuellen Fragenkatalog nutzen, nicht alte Screenshots.
- Grundstoff und klassenspezifische Fragen getrennt üben.
- Kurze Einheiten mehrmals pro Woche schlagen einen seltenen Marathon.
- Fehler notieren und genau diese Fragen wiederholen.
- Prüfung erst buchen, wenn mehrere Probebogen unter Prüfungsbedingungen sitzen.
Inhalt
- Wann der Plan greift
- So baust du den Lernplan
- Typische Fehler
- Tipp aus der Fahrausbildung
- Häufige Fragen
Wann der Plan greift
Starte den Plan mit dem Theorieunterricht, nicht erst wenn der Prüftermin in der kommenden Woche liegt. Die Pflichtstunden erklären die Regeln, der Katalog prüft, ob du sie in Fragen wiedererkennst. Beides gehört zusammen. Eine Freigabe der Führerscheinstelle brauchst du für den Termin, nicht fürs Lernen zu Hause.
Wenn Probebogen stark schwanken, ist der Termin zu früh. Zwei ruhige Tage vor der Prüfung holen einen leeren Katalog nicht auf. Besser verschieben als mit zehn offenen Themen antreten.
So baust du den Lernplan
1. Katalog und Stoff trennen
Nimm die Fassung, die deine Fahrschule für die aktuelle Prüfung nennt. Teile die Wochen in Grundstoff und in die Fragen der Klasse B. Vorfahrt, Geschwindigkeit, Abstand und Verhalten an Kreuzungen bekommen eigene Blöcke, weil dort die hohen Punktwerte liegen.
2. Feste kurze Fenster legen
Plane mehrere Einheiten pro Woche, zum Beispiel 25 bis 40 Minuten. Dieselbe Uhrzeit hilft. In der Einheit erst die Erklärung eines Themas, dann die Fragen dazu, dann nur die falsch gelösten noch einmal. Ein endloses Weiterklicken ohne Nachsehen bringt wenig.
3. Fehlerliste führen
Schreib das Thema auf, nicht nur die Fragennummer. Wer Vorfahrt verwechselt, übt Vorfahrt, nicht eine einzelne Bildschirmseite auswendig. Alte Fehler kommen in der nächsten Einheit zuerst dran.
4. Probebogen unter Bedingungen
Wenn die Kapitel sitzen, machst du ganze Bogen ohne Pause, ohne Nachschlagen und in der Zeit, die du in der Prüfung auch hast. Wertung wie in der Prüfung: höchstens 10 Fehlerpunkte und keine zwei Fünfer-Fragen falsch. Ein bestandener Bogen reicht nicht. Mehrere hintereinander, an verschiedenen Tagen, sind die Schwelle.
5. Termin mit der Fahrschule legen
Erst dann den Termin. Am Tag davor wiederholst du die Fehlerliste, keine neuen Kapitel um Mitternacht. Ausweis nicht vergessen. Den genauen Ablauf vor Ort sagt dir die Prüfstelle mit der Einladung.
Typische Fehler
Nur Bilder auswendig lernen
Falsch: Du merkst dir, welche Kästchen bei einem bekannten Bild grün waren.
Warum: Die Prüfung dreht Formulierungen und Situationen. Wer das Bild kennt, aber nicht die Regel, scheitert an der nächsten Variante.
Richtig: Zu jeder falschen Frage die Regel in einem Satz notieren und eine neue Frage zum selben Thema lösen.
Einen Glücksbogen als Startsignal nehmen
Falsch: Ein Probebogen ist bestanden, also wird der Termin für übermorgen gelegt.
Warum: Ein Bogen kann die schweren Kapitel auslassen, die du noch nicht kannst. Der nächste sieht anders aus.
Richtig: Mehrere Bogen an verschiedenen Tagen bestehen, bevor du buchst.
Lernen nur am Wochenende
Falsch: Unter der Woche passiert nichts, am Sonntag sitzt du drei Stunden am Stück.
Warum: Theorie setzt sich durch Wiederholung in Abstand. Ein Marathon ermüdet, und die Fehler vom Anfang sind am Ende verschwommen.
Richtig: Kurze Einheiten über die Woche verteilen und die Fehlerliste jedes Mal zuerst öffnen.
Tipp aus der Fahrausbildung
Koppel eine Lerneinheit an einen festen Alltag, etwa die Bahnfahrt oder die halbe Stunde nach dem Abendessen. In der Fahrstunde fragst du gezielt nach dem Thema, das in den Probebogen hakt. Der Fahrlehrer kann die Stelle einmal im Verkehr zeigen. Dann bleibt die Regel nicht nur ein Satz auf dem Bildschirm.
Häufige Fragen
Wie ist die Theorieprüfung der Klasse B aufgebaut?
Im üblichen Ersterwerb sind es 30 Fragen aus Grundstoff und klassenspezifischem Stoff. Du bestehst mit höchstens 10 Fehlerpunkten und darfst nicht zwei Fragen mit der Wertigkeit 5 falsch haben. Maßgeblich bleibt der aktuelle amtliche Katalog.
Wie lange sollte ich täglich lernen?
Eine feste Pflichtminutenzahl gibt es nicht. Kurze Einheiten mehrmals pro Woche tragen weiter als seltene Marathons. 25 bis 40 Minuten sind für viele ein brauchbares Fenster.
Reicht die App ohne Theorieunterricht?
Nein. Der Pflichtunterricht und der Katalog gehören zusammen. Die App ersetzt die Doppelstunden nicht, die für deine Klasse vorgeschrieben sind.
Wann buche ich den Termin?
Wenn mehrere Probebogen unter Prüfungsbedingungen sitzen und die Führerscheinstelle die Prüfung freigegeben hat. Ein einzelner bestandener Bogen ist zu wenig.
Was übe ich, wenn ich immer an denselben Fragen scheitere?
Nicht die eine Nummer, sondern das Thema: Vorfahrt, Geschwindigkeit oder Beschilderung. Lies die Erklärung, löse neue Fragen dazu und nimm das Thema mit in die nächste Theoriestunde.
Weiterlesen
Redaktion JP Fahrschule. Stand: 15. Oktober 2026. Der Text beschreibt den üblichen Ablauf in der Fahrausbildung und ersetzt nicht die Bedienungsanleitung deines Fahrzeugs oder den aktuellen Gesetzestext. Eine namentliche Freigabe durch einen Fahrlehrer ist für diese Fassung noch offen.







