Die Technikfragen in der praktischen Prüfung sind eine kurze Kontrolle am konkreten Auto, kein Ratespiel aus dem Theoriebogen. Du lernst, Bauteile zu zeigen, ihren Zweck zu sagen und die Grenze zu kennen, ab der du nicht weiterrätselst. Zuerst übst du am Fahrzeug, mit dem du prüfst, inklusive der Stellen für Weste, Dreieck und die Aufkleber zu Reifen und Flüssigkeiten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Prüfer wählt einzelne Fragen. Den Umfang setzt die aktuelle Prüfungsrichtlinie, nicht eine feste Liste von fünf Bildern.
- Zeigen und erklären schlägt einen auswendig gelernten Satz ohne Blick ans Auto.
- Häufige Felder: Licht, Reifen, Betriebsflüssigkeiten, Bremsen, Hupe, Wischer, Warndreieck und Weste.
- Öl und Kühlmittel nennst du. Den heißen Kühlmitteldeckel öffnest du nicht.
- Kennst du einen Schalter an diesem Auto nicht, sagst du das und suchst ihn über das Symbol, statt ein benachbartes Bauteil zu erfinden.
Inhalt
- Wann die Fragen drankommen
- So bereitest du die Kontrolle vor
- Häufige Fehler
- Tipp aus der Fahrausbildung
- Häufige Fragen
Wann die Fragen drankommen
Meist vor der Fahrt, manchmal ein Punkt noch unterwegs, etwa die Betätigung der Warnblinkanlage oder der Hupe. Es ist kein separater Theorieblock mit Multiple Choice. Du stehst am Auto, der Motor ist aus, soweit die Frage das verlangt, und du führst die Kontrolle so, wie du sie vor einer normalen Fahrt auch machen würdest. Ein Elektroauto in der Prüfung hat keinen klassischen Ölpeilstab. Dann zeigst du, was dieses Fahrzeug wirklich hat: Ladeklappe, Waschwasser, Reifen, Licht, und du sagst, wo die Anleitung den 12-Volt-Bereich beschreibt. Orangefarbene Hochvoltleitungen fasst du nicht an, auch nicht um Einsatz zu zeigen.
Die Bedienungsanleitung im Handschuhfach ist die Quelle für den Schalter, den du an diesem Modell noch nie gesehen hast. In der Prüfung erwartest du nicht, darin zehn Minuten zu lesen. Du kennst die großen Punkte vorher. Was der Prüfer fragen darf, steht in der aktuellen Richtlinie für die praktische Prüfung, nicht in einem Forum, das eine Stadt mit einer anderen verwechselt. Die Folge einer nicht bestandenen Fahrt ist ein neuer Termin, kein Bußgeld. Den Rahmen der Klasse beschreibt die Führerscheinklasse B.
So bereitest du die Kontrolle vor
1. Eine Runde Licht am stehenden Auto
Abblendlicht, Fernlicht, Blinker beide Seiten, Warnblinker, Nebelschlussleuchte nur zeigen, nicht minutenlang anlassen. Das Bremslicht siehst du mit einer zweiten Person oder an einer Scheibe. Du nennst, welches Licht nach hinten fehlt, wenn nur das Tagfahrlicht brennt. Eine kalte Lampe, die nicht mit den anderen angeht, ist ein Ausfall, den du benennst, statt so zu tun, als sei alles in Ordnung.
2. Reifen mit der Hand, nicht nur mit dem Blick
Profil in den Hauptrillen, Verschleißanzeigen, Risse und Beulen an der Flanke, Fremdkörper. Die gesetzliche Untergrenze liegt bei 1,6 Millimetern. Als Orientierung nennst du für den Alltag oft etwa 3 Millimeter im Sommer und etwa 4 Millimeter im Winter, und du sagst dazu, dass das über dem Minimum liegt. Den Luftdruck liest du vom Aufkleber in der Tür oder an der Tankklappe, nicht von der Prägung in der Flanke. Alle Räder, nicht nur das vordere linke, wenn der Prüfer nach dem Zustand fragt.
3. Flüssigkeiten zeigen, ohne den falschen Deckel zu öffnen
Motorhaube über die Sicherung öffnen und einrasten. Öl: Peilstab oder die Anzeige, die dieses Auto hat. Kühlmittel: Stand am durchsichtigen Behälter bei kaltem Motor, Deckel zu. Wischwasser: eigener Behälter mit dem Scheibensymbol. Bremsflüssigkeit, falls sichtbar, nur den Behälter zeigen. Sinkt ihr Stand, ist das ein Werkstattfall, kein Nachfüllen aus einer offenen Flasche am Prüftag. Du sprichst den Unterschied aus: Ölstand prüfen darf der Fahrer, eine heiße Kühleranlage öffnet er nicht.
4. Sicherung und kleine Bedienelemente
Warnweste liegt im Innenraum, Warndreieck erreichst du, ohne auf die Fahrbahn treten zu müssen. Hupe, Wischer, Scheibenwaschanlage einmal kurz betätigen, wenn der Prüfer das will. Die Handbremse oder die elektrische Parkbremse zeigst du im Stand und nennst, woran du merkst, dass sie hält. Kennst du die elektrische Taste nicht, suchst du das Symbol, statt an einem Hebel zu reißen, den dieses Auto nicht hat.
Häufige Fehler
Einen Standardsatz aufsagen, ohne hinzusehen. Der Prüfer steht an einem anderen Schalter, als dein Satz meint. Richtig ist, die Hand an das Bauteil zu legen und dann den Zweck zu nennen.
Den Kühlmitteldeckel öffnen, um den Stand zu beweisen. Am heißen Motor ist das eine Verbrühung, am kalten oft unnötig, weil der Stand durch den Kunststoff sichtbar ist. Richtig ist, auf die Markierung zu zeigen.
Die Zahl aus der Reifenflanke als Solldruck nennen. Das ist die Obergrenze des Reifens. Richtig ist der Aufkleber am Auto, und du sagst dazu, dass er sich nach Beladung unterscheiden kann.
Die Weste im Kofferraum unter der Bodenplatte suchen. In der Prüfung wirkt das wie im Ernstfall: zu spät und auf der falschen Seite. Richtig ist, sie vorher in den Innenraum zu legen und den Platz zu kennen.
Tipp aus der Fahrausbildung
Wir machen in der Woche vor der Prüfung eine stille Runde ohne Fragen: Du führst, die begleitende Person hakt nur ab, was du übersprungen hast. Licht, Reifen, Haube, Weste. Vier Stationen, immer in dieser Richtung um das Auto. Wer die Stationen am eigenen Prüfungsfahrzeug einmal im Kreis gegangen ist, sortiert eine unerwartete Frage leichter ein, weil die Landkarte schon im Kopf ist.
Häufige Fragen
Wie viele Technikfragen kommen dran?
Eine kleine Auswahl, keine komplette Betriebsanleitung. Die aktuelle Prüfungsrichtlinie bestimmt, woraus gewählt wird. Übe die Bereiche, nicht eine angebliche Zahl, die in einer Stadt gelten soll und in der nächsten schon anders ist.
Was ist, wenn ich eine Frage nicht weiß?
Sag kurz, dass du es an diesem Auto nicht sicher weißt, und suche das Symbol oder den Aufkleber. Ein ehrlicher Blick in die richtige Richtung ist besser als eine erfundene Taste. Zwei Themen daneben zu raten, zieht die Kontrolle in die Länge.
Gilt der Ölpeilstab auch beim Elektroauto?
Nur wenn dieses Fahrzeug einen hat. Viele Elektroautos nicht. Du zeigst Waschwasser, Reifen, Licht und den Ladeanschluss und lässt die Hochvoltleitungen in Ruhe. Die Anleitung benennt, was der Fahrer selbst prüfen darf.
Muss ich den Reifendruck in der Prüfung messen?
Oft reicht es, zu sagen, wo der Sollwert steht und wann du misst: am kalten Reifen, an allen Rädern. Ein Messgerät musst du nicht aus der Tasche ziehen, wenn der Prüfer nur den Ort und den Grund wissen will. Den Flankenwert lässt du dabei aus dem Spiel.
Kann ich an den Fragen allein durchfallen?
Die technische Kontrolle ist Teil der praktischen Prüfung. Grobe Lücken können die Fahrt beenden, bevor sie richtig beginnt. Eine einzelne unsichere Taste, die du danach richtig findest, ist etwas anderes als kein Begriff von Licht oder Reifen. Die Bewertung trifft der Prüfer nach der Richtlinie, nicht dieser Text.
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Redaktion JP Fahrschule. Stand: 15. Oktober 2026. Der Text beschreibt den üblichen Ablauf in der Fahrausbildung und ersetzt nicht die Bedienungsanleitung deines Fahrzeugs oder den aktuellen Gesetzestext. Eine namentliche Freigabe durch einen Fahrlehrer ist für diese Fassung noch offen.







