Du lernst, was P, R, N und D am Automatikgetriebe bedeuten und in welcher Reihenfolge du sie wechselst. Du brauchst das beim Anfahren, beim Rangieren und jedes Mal, wenn du das Auto abstellst. Prüfe zuerst, ob das Fahrzeug steht, dein Fuß fest auf der Bremse ist und du die Symbole an deinem Hebel oder Drehschalter mit der Bedienungsanleitung abgeglichen hast.
Auf einen Blick
- P sichert das stehende Auto und ist keine Bremse für die rollende Fahrt.
- R nutzt du nur für die Rückwärtsfahrt und nur aus dem Stand.
- N trennt den Kraftschluss und ist eine kurze Ausnahme, kein Fahrgang.
- D ist die Stufe für die Fahrt nach vorn.
- Anzeige lesen, in die Fahrtrichtung schauen, dann erst die Bremse lösen.
Inhalt
- Wann du die Stufe wechselst
- So wählst du P, R, N und D
- Typische Fehler
- Tipp aus der Fahrausbildung
- Häufige Fragen
- Weiterlesen
Wann du die Stufe wechselst
Ein Stufenwechsel gehört an den Anfang und an das Ende einer Fahrt, außerdem an jeden Richtungswechsel zwischen vorn und hinten. Solange du im Verkehr rollst, bleibt D eingelegt. Bevor du P, R oder D wählst, hält die Fußbremse das Auto. Wenn der Weg hinter dir nicht frei ist, bleibt R tabu, auch wenn die Anzeige schon stimmt. Manche Fahrzeuge haben zusätzlich Tasten für die Parkstufe oder kleine Wippen für eine andere Übersetzung. Die vier Grundstufen bleiben dieselben, die Bewegung deiner Hand folgt dem Bordbuch.
So wählst du P, R, N und D
1. Start im Stand mit getretener Bremse
Gurt, Sitz und Spiegel sind erledigt, bevor der Wählhebel deine Aufmerksamkeit bekommt. Motor an, Fuß auf die Bremse, dann erst die Stufe verlassen, in der das Auto stand. Die meisten Automatikgetriebe lassen den Wechsel aus P nur mit getretener Bremse zu. Warte, bis die Anzeige die neue Stufe wirklich zeigt.
2. D zum Anfahren nach vorn
Wähle D, prüfe die Anzeige und schaue nach vorn durch die Scheibe, nicht nur auf den Hebel. Viele Autos kriechen, sobald du die Bremse löst. Das ist normal. Gib Gas erst, wenn die Bahn frei ist und du Gas und Bremse sicher trennst. An der Ampel bleibst du in D und hältst mit der Fußbremse.
3. R nur aus dem Stand und mit Blick nach hinten
Zum Rückwärtsfahren hältst du vollständig an, trittst die Bremse und wählst R. Danach kommt der Blick nach hinten: Schulter, Spiegel und, wenn vorhanden, die Kamera. Die Kamera ergänzt den Blick, sie beendet ihn nicht. Erst wenn der Raum hinter dem Auto frei ist, löst du die Bremse.
4. N nur für die Situation, die wirklich N verlangt
In N ist kein Fahrgang kraftschlüssig. Du nutzt das, wenn die Waschanlage oder der Pannendienst genau diese Stellung verlangt. Im normalen Stau, am Berg und an der Ampel bleibst du in D. N ersetzt weder die Parkstufe noch die Feststellbremse.
5. P und Feststellbremse beim Abstellen
Halte mit der Fußbremse an, bis die Räder stehen. Dann wählst du P. Die Feststellbremse setzt du so, wie es das Bordbuch für dein Auto beschreibt, besonders in Steigungen. Danach Zündung aus und ein kurzer Blick, ob das Auto ruht, bevor du aussteigst.
Typische Fehler
Im Rollen von D nach R wechseln
Falsch: Du schaltest von D auf R, während das Auto noch vorwärts rollt, weil die Lücke hinter dir schon frei aussieht.
Warum das wichtig ist: Das Getriebe soll die Drehrichtung nicht im Schwung umkehren. Bauteile werden belastet, und das Auto kann unvermittelt nach hinten setzen.
Richtig: Vollständig anhalten, Bremse halten, R wählen, Anzeige prüfen, dann bewusst anrollen.
In N bergab rollen
Falsch: Du legst am Gefälle N ein, weil du dir davon einen kleineren Verbrauch versprichst.
Warum das wichtig ist: Die Motorbremswirkung fehlt. Du regelst das Tempo nur noch mit der Bremse, und manche Assistenzfunktionen arbeiten in N anders als in D.
Richtig: Bleib in D und fahre vorausschauend. Gleichmäßiges Tempo spart mehr als ein rollender Leerlauf.
P wählen, solange die Räder noch drehen
Falsch: Du ziehst die Parkstufe, damit das Auto von selbst einrastet, noch bevor es steht.
Warum das wichtig ist: Die Parksperre ist eine Sicherung für den Stillstand. Ein Einrasten in der Bewegung kann sie beschädigen.
Richtig: Mit der Fußbremse zum Stehen kommen, dann P, dann die Feststellbremse nach Bordbuch.
Tipp aus der Fahrausbildung
Übe die vier Stufen zuerst auf einem leeren Platz, ohne Verkehr und ohne Zeitdruck. Sage die Stufe leise mit und richte den Blick in die Richtung, in die das Auto gleich rollen soll, bevor die Bremse kommt. In der Fahrstunde wird genau dieser Dreiklang wiederholt: Bremse, Anzeige, Blick. Wenn du ihn im Stand sicher hast, überträgst du ihn auf enge Höfe und später auf Parkhäuser.
Häufige Fragen
Was bedeutet P?
P ist die Parkstellung. Eine Sperre im Getriebe soll verhindern, dass das stehende Auto wegrollt. An Steigungen kommt die Feststellbremse dazu. P ist kein Gang für die Fahrt.
Was bedeutet R?
R ist die Rückwärtsfahrt. Du wählst sie nur im Stand. Gas gibst du erst, nachdem du den Raum hinter dem Auto geprüft hast.
Was bedeutet N?
N ist die Neutralstellung ohne kraftschlüssigen Gang. Sie ist für besondere Situationen gedacht, etwa eine Waschstraße oder ein Abschleppen nach Anweisung. Im Alltagsverkehr lässt du sie aus.
Was bedeutet D?
D ist die Fahrstufe nach vorn. Das Getriebe wählt die Übersetzung. Du steuerst Tempo und Abstand mit Gas, Bremse und Blick.
Kriecht das Auto in D von allein?
Viele Automatikgetriebe bewegen das Auto langsam, sobald du in D oder R die Bremse löst. Rechne damit. An Haltelinien und in der Parklücke bleibt der Fuß auf der Bremse, bis du wirklich anfahren willst.
Gilt das auch für die Ausbildung mit B197?
Die Stufen bleiben gleich, egal ob du nur Automatik fährst oder den Weg über Schaltwagen und Automatik gehst. Hebel, Drehschalter und Tasten unterscheiden sich je nach Auto. Den Ausbildungsweg dazu findest du bei Automatik, Schalter und B197.
Weiterlesen
- Automatik, Schalter und B197
- Hybrid oder Plug-in-Hybrid: Was ist der Unterschied?
- Sprit und Strom sparen: effizient fahren im Alltag
- Rückfahrkamera und Parksensoren richtig nutzen
Redaktion JP Fahrschule. Stand: 15. Oktober 2026. Der Text beschreibt den üblichen Ablauf in der Fahrausbildung und ersetzt nicht die Bedienungsanleitung deines Fahrzeugs oder den aktuellen Gesetzestext. Eine namentliche Freigabe durch einen Fahrlehrer ist für diese Fassung noch offen.







